• K. Werner

Verstörend - Bücher als Spiegel der Seele

Der letzte Eintrag ist schon etwas länger her. Wenn es scheint, dass die Welt aus den Fugen gerät, dann greift man auch mal zu einem Buch, das diesen verstörenden Zustand widerszuspiegeln scheint. Welches Buch das in meinem Fall ist, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Die letzten sechs Wochen waren hart. Egal in welcher Dimension. Ich bin ein Mensch, der sich aufopfert. Für die Familie, für den Beruf, für das freiwillige Engagement. Daraus ziehe ich auch kraft. Wenn ich etwas mache, dann 100%. Nur Zur Zeit habe ich das Gefühl als stünde ich neben mir. Als lebte diese Hülle ein anderes Leben als jenes, das ich mir für ihn wünschen würde.


Ähnlich schräg sind dann die Buchtitel, zu denen ich greife. Das Regal ist voll davon. Voll von Büchern, die man doch einmal gelesen haben sollte. Also greife ich zu "Ashes to Ashes" von Harold Pinter. Zuvor gelesene Bücher/Stücke von ihm: Null. Das Bändlein ist ganz dünn. Gebraucht gekauft. Mit Signatur: "To Astrid, Thank You. Harold Pinter". Darin noch auf einem weißen Blatt die Abschrift in derselben Handschrift eines Auszugs aus einem Shakespeare-Stück.


"Ashes to Ashes" ist ein Paradebeispiel des absurden Theaters. Fragmenthaft beginnt es. Nur zwei Charaktere im unbestimmten Nirgendwo. Mann und Frau. Ihr Verhältnis bleibt bis zum Schluss unklar. Am ehesten erinnert sie mich an eine Sitzung beim Therapeuten. Einem Therapeuten, der die Distanz zu seiner Patientin verloren hat. Durch und durch unangenehm. So unangenehm, dass man aber nicht wegschauen kann, weiterlesen muss. Bis zum Ende.


Seelenfrieden hat es mir keinen Gebracht. Ganz im Gegenteil. Alles scheint auf einen unausweichlichen Höhepunkt zuzustreben, von dem ich nicht weiß, was dieser sein soll. Man fühlt sich wie im Traum. Möchte ständig wach werden. Hofft, dass dieser Albtraum bald endet.


Das Absurde ist eine Spielart, eine abscheuliche, um sich selbst einen Spiegel vorzuhalten. Selbsterkenntnis. Die Fantasie ist eine andere. Das Hoffen, Wünschen, Träumen. Mit Spiegeln wird auch der nächste Buchtipp zu tun haben. Davon aber nächste Woche mehr!



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