• K. Werner

"Der nasse Fisch" - Mein Buch der Krise

Die Vorlage zur ersten Staffel von "Babylon Berlin" ist ein Krimi der Extraklasse. Warum es sich trotzdem lohnt "Der nasse Fisch" zu lesen, auch wenn man die Serie schon gesehen hat erfährt ihr in meinem neuen Blogbeitrag.



Auf Volker Kutschers Romanheld Gereon Rath bin ich zugegebenermaßen erst durch die TV-Serie Babylon Berlin gestoßen. Sky hatte im Februar massiv Plakat- und Inseraten-Werbung dafür geschalten. Sky-Abo hab ich keines und auf ARD wo die Folgen in der TV-Thek verfügbar wären, da es eine Co-Produktion war, könnte ich in Österreich die Serie nur auf Umwegen schauen, was mir einfach zu mühsam und unzuverlässig ist. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, was hinter dieser gehypten Serie steckt. Nichts leichter als das. Buch her. Lesen. Los! Denkste...dann kam Corona dazwischen. Das Buch hatte ich. Doch wenn man seine Tage plötzlich als Alleinunterhalter mit einer Vierjährigen verbringt und gleichzeitig auch noch arbeiten sollte wird die Zeit zum Lesen Mangelware. Abends ist man nach dem vielen Vorlesen von Kinderbüchern, dem Malen, dem Sandspielen und weiß der Kuckuck noch was so erschöpft, dass man nach der Hausarbeit todmüde ins Bett fällt und sich nichts sehnlicher wünscht als dass diese Krise möglichst rasch vorbei geht, sich der Alltag wieder normalisiert und das Kind endlich wieder mit anderen Kindern zusammen spielen darf, am besten natürlich im Kindergarten. Für die knapp 540 Seiten für die ich unter normalen Umständen nur wenige Tage gebrucht hätte brauchte ich diesmal sage und schreibe mehr als 4 Wochen. Diesen Blogbeitrag schreibe ich um vier Uhr morgens, da es die Zeiten der Stille und Ruhe nur zu dieser Uhrzeit gibt. Zurück zum Buch. Auch wenn ich so lange zum Lesen gebraucht habe war keine einzige Seite davon langweilig. Die ersten Folgen der Serie kannte ich schon und ich muss sagen, dass das Buch (die Vorlage) wesentlich von der TV-Umsetzung abweicht. Enttäuscht hat mich das nicht. Ganz im Gegenteil war ich sogar positiv überrascht, insbesondere da der weibliche Hauptcharakter "Charly" in der literarischen Vorlage zumindest in diesem ersten Teil besser wegkommt als im TV (was weder der schauspielerischen Leistung von Liv Lisa Fries noch der von Volker Bruch einen Abbruch tun soll), auch wenn ich glaube, dass der Charakter im TV noch kantiger und damit ansprechender ist als im Buch. Generell finde ich, dass die Geschichten nur in groben Zügen überlappen und sich sonst vollkommen eigenständig entwickeln. Darum ist es auch bestimmt nicht langweilig "Der nasse Fisch" zu lesen und die Serie Babylon Berlin zu kucken. Unterhaltungswert hat auf jeden Fall beides.


Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Fall von Gereon Rath, den ich dann hoffentlich in Ruhe auf meiner vor über zwei Wochen (nicht bei Amazon) bestellten Sonnenliege im Garten bei strahlendem Frühlingswetter genießen kann. Auch wenn unsere Situation noch circa ein Monat auf jeden Fall andauern wird: Im Garten beschäftigt sich meine Kleine doch viel mehr selbst und der Lärmpegel ist etwas geringer und es lassen sich ein paar Minuten für die tägliche Lektüre abspenstig machen.



P.S.: Um diese Uhrzeit gebe ich keine Gewähr auf fehlerloses Schreiben, da ich doch noch irgendwie schlafe.


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