• K. Werner

"Der trübe Sommer" - De Lucas zweiter Fall

Zweiter Stopp meiner sommerlichen Krimi-Weltreise ist Italien - genauer gesagt Norditalien um 1945. Carlo Lucarellis Kommissar De Luca kennen wir schon aus "Freie Hand für De Luca". In "Der trübe Sommer" löst er seinen zweiten Fall.

Der zweite Stopp meiner sommerlichen Krimi-Weltreise führt mich durch Italien. Ich mache hier einen Streifzug durch dieses herrliche, vielfältige Land und beginne ganz im Norden. So vielfältig wie die Landschaft und die Menschen sind auch die Kommissare, die ermitteln.


Carlo Lucarellis Krimireihe um den Kommissar De Luca spielt im nördlichen Italien kurz nach Kriegsende. Der erste Teil der Krimireihe war "Freie Hand für De Luca", den ich bereits im letzten Jahr besprochen habe. Diesmal steht der zweite Fall "Der trübe Sommer" am Programm. Wir erinnern uns: De Luca ist auf der Flucht. Unter Mussolini gehörte er wohl einer Spezialeinheit der Armee an, die besondere Verhöre vorgenommen hatte. Eine Vergangenheit auf die De Luca nicht sehr stolz ist und die ihn jetzt in Schwierigkeiten bringt. Als die Aliierten auch Norditalien einnehmen versucht er unterzutauchen. Leichter gesagt als getan. Er flieht zu Fuß und die Wege sind vermint und unsicher.


De Luca wird con der Partisanenpolizei gefasst. Der Polizist kennt De Luca aus der Zeit seiner Ausbildung. Leonardi, der Polizist, steht jedoch zur Zeit vor dem Rätsel eines Mordes an einer ganzen Familie und er braucht De Lucas Hilfe. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt, das einen ungewissen Ausgang hat.


Was mir an Carlo Lucarellis Kommissar De Luca besonders gut gefällt sind die Grautöne in seinem Charakter. Er ist sich dessen bewusst, dass er in seiner Vergangenheit im Krieg Dinge getan hat, die ihn sein Leben kosten können. Der Widerspruch zwischen Moral und Pflichtbewusstsein, der an ihm nagt. Bis zur letzten Seite zittert man mit ihm mit. Hofft darauf, dass er Ermittler seiner eigenen Verhaftung entgeht und wünscht sie ihm gleichzeitig. Wie nebenbei löst De Luca auch den Mord an der Bauernfamilie und deckt hier die Ungerechtigkeit im vermeintlich Gerechten auf.


Für mich ist "Der trübe Sommer" von Carlo Lucarelli eine gelungene Fortsetzung mit Spannung bis zur letzten Seite. Ich freue mich schon auf den dritten Teil. Gleichzeitig geht meine Reise weiter. Ich bleibe noch etwas in Italien, weil es so schön ist, und melde mich nächste Woche wieder mit einem weiteren Highlight.




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