• K. Werner

"Die Naschmarkt-Morde" - Wiener Krimi I

Die seltsame Zeit zwischen Winter und Frühling verbinde ich unweigerlich mit Wien. Daher stelle ich in den nächsten Wochen Romane & Krimis mit Wienbezug vor.

Wien 1903. Die Zeit des Jugendstils. Umbruch und Aufbruch sind spürbar. Die alten Eliten sitzen jedoch noch fest im Sattel. Es gibt einen Kaiser und es wurlt im Wasserkopf des Kaiserreichs in Wien.


Gerhard Loibelsberger lässt uns in "Die Naschmarkt-Morde" diese Zeit des Umbruchs hautnah miterleben und ist sein erster historischer Kriminalroman. Erzählt wird aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten und Antagonisten. Im Zentrum steht der Mord an einer jungen Adeligen, der jungen verwitweten Gräfin Hermine von Hainisch-Hinterberg, die erwürgt aug dem Gelände des Naschmarktes gefunden wird. Einem Ort, an dem Menschen von hoher Geburt eigentlich nichts verloren haben. Wie kam sie dort hin? Was hatte sie dort zu suchen? Noch dazu zu später Stunde und in diesem Aufzug?


Langsam setzen sich die Puzzleteile für den ungehobelten Journalisten Leo Goldblatt und den ausgewiesenen Gourmet und kaiserlich-königlichen Polizei-Inspector (die Monarchie war wie gesagt noch in Ordnung) zusammen. Welche Rolle spielt der spielsüchtige Cousin der Gräfin, der das Vermögen seiner Familie in einem verprasst? Was ist mit dem Planetenverkäufer Stanislaus Gotthelf, der angeblich eine Liaison mit der Gräfin hatte? Schafft es der Inspektor dem Mörder habhaft zu werden? Schlimm wird es als zum ersten noch ein zweiter Mord dazu kommt.


Loibelsberger garantiert in "Die Naschmarkt-Morde" Spannung bis zum Schluss. Wer die Schauplätze kennt, für den ersteht das Wien der Jahrhundertwende wieder vor dem inneren Auge auf. Ein kurzweiliger, unterhaltsamer und spannender Krimi. Ich freue mich schon darauf den nächsten Loibelsberger zu lesen!




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