• K. Werner

Drahtzieher - Diesmal ein echter Krimi

Aktualisiert: 18. Feb. 2020

War Lieke van Eycks Unfalltod wirklich nur ein Unfall, oder steckt mehr dahinter? Eine Industrieverschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht? Ein neuer Fall für den Anwalt Stephan Knobel und seine Freundin Marie.

Ruhrgebiet. Dortmund. Industrie. Das Herz der deutschen Wirtschaft. Mitten drin in diesem stark pochenden Herzen lebte Lieke van Eyck als Vorstandssekretärin von Thyssen-Krupp. Bis, ja bis die überaus penible, zuverlässige und dem Alkohol eher abgeneigte Lieke eines Abends in einem Autounfall stirbt. Offenbar selbst verschuldet. Durch den Konsum von zu viel Alkohol und zu schnelles Fahren.


Ihre Schwester Anne möchte es nicht darauf beruhen lassen und wendet sich an den Anwalt Stephan Knobel, der mangels alternativer Beschäftigung beginnt nachzuforschen. Langsam entspinnt sich die Geschichte zwischen den van Eycks, dem Anwalt und seiner Freundin. Sie gewinnt an Dynamik als der sensationslüsterne Aufdecker-Journalist Wanninger in die Ermittlungen um einen mysteriösen Herrn Drauschner hineingezogen wird.


Klaus Erfmeyer war mir bislang als Krimiautor nicht bekannt, was schade ist. Seine Erzählung finde ich stimmig. Gerade weil sie einen spüren lässt, dass an dieser platten Unfallgeschichte irgendetwas einfach nicht echt ist. Dass unter der Oberfläche der handelnden Personen eine andere Geschichte liegt.


Trotzdem fehlt der Erzählung irgendwie die absolute Wucht und gerade Wanningers Monologe werden ab und an etwas langatmig. Hier wäre etwas Mut zur Kürze angebracht gewesen. Der Roman erinnert mich daher vom Gefühl an einen mittelmäßig bis guten "Tatort". "Drahtzieher" ist daher eine angenehme Krimilektüre für den Urlaub, wenn man einfach mal Zeit zum Lesen hat.


#krimi #deutschlandkrimi #kriminalroman #spannungsliteratur

11 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen