• K. Werner

"Finde dein ikigai"

"ikigai" ist Japanisch und bedeutet soviel wie "das, wofür es sich zu leben lohnt". Wie ich auf dieses Konzept gekommen bin und ob ich es weiterempfehlen kann erfährst du hier.

Wie schon einmal erwähnt bin ich eigentlich kein Fan von klassischer Selbsthilfe-Literatur. Ich lese eigentlich lieber Romane und Erzählungen, auch mal Lyrik und viele Fach- und Sachbücher, aber Selbsthilfe?


Auf "ikigai" bin ich im letzten Sommer gestoßen. Es kam kurz im Roman "Der Zopf" von Laetitia Colombani vor. Im Grunde bedeutet es "das wofür es sich zu leben lohnt" oder auch "Sinn des Lebens" bzw. "Lebensziel und Freude". Francesc Miralles und Héctor García beschreiben in "Finde dein ikigai" in Analogie zu einer Zugreise (wie japanisch!) wie man zu einem glücklichen Leben gelangen kann.


Es ist kein Buch um sich berieseln zu lassen, sondern um an sich selbst zu arbeiten. Aber Vorsicht: Diese Arbeit mit oder an sich selbst kann ungeahnte Konsequenzen haben. Zumindest mich hat es ziemlich durcheinandergeschüttelt und tut es noch. Bildlich gesprochen war es wie ein Stein, der in einen ruhigen Teich gefallen ist und nun kräsueln sich die Wellen. Der Stein ist nicht mehr derselbe wie zuvor und der Teich auch nicht. Aber die Wogen werden sich wieder glätten und die Ruhe wird zurück kehren. Es hat mir persönlich aber auch viel Klarheit gebracht. Was ist mir wichtig im Leben? Wo möchte ich hin? Wie kann ich das mit meinem Dasein in Einklang bringen? Was muss ich vielleicht verändern um dorthin zu gelangen?


Im Grunde ist das Buch ein Bauchladen mit Methoden zur Selbstreflexion und auch zur Konditionierung. Persönlich hat mir nicht jede Methode zugesagt, aber ich denke das muss es auch nicht. Mir wurde zum Beispiel bewusst, dass Routinen wirklich ein Schlüssel sein können um etwas in seinem Leben zu verändern, dass es aber eine Anstrengung ist Routinen zu etablieren. Die vorgestellten Methoden sind ein Angebot und man sucht sich etwas aus. Schön fand ich nochmal den Überblick zu den vier Komponenten des ikigai: Was liebe ich (zu tun)? Was braucht die Welt? Wofür kann man mich bezahlen? Worin bin ich wirklich gut? Findet man die Antworten auf diese vier Fragen (man muss sie sich im Lauf des Lebens immer wieder stellen), dann hat man gute Chancen sein ikigai zu finden und zu leben und das nicht in einem egoistischen Sinn, sondern in einer Art und Weise, die auch die Gesellschaft und die Welt bereichert.




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