• K. Werner

"Große Tatzen, kleine Tatzen" - Eine Katzengeschichte

Katzen haben mich schon immer fasziniert. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, die nun doch schon fast dreißig Jahre her ist, dann denke ich auch an die kleine Katze Minki, mit der wir als Kinder immer spielten. Kein Wunder also, dass ich zugriff, als ich das Bilderbuch "Große Tatzen, kleine Tatzen" von Galia Bernstein im Regal des Buchladens sah. Was ich von dieser Geschichte halte erfährst du im folgenden Beitrag.


Das Büchlein ist nicht lange, berührt aber auf seinen ca. 30 Seiten zutiefst. Die Idee hinter dem Buch ist es für Kinder verständlich über die Mechanismen von Ausgrenzung zu schreiben und auch darüber, wie man Identität definieren kann. Man kann entweder die Unterschiede herausstreichen, wie es heute im politischen Diskurs par excellence betrieben wird, oder man kann eben nach Gemeinsamkeiten suchen und sich so als zugehörig und als gemeinsam definieren.


Die Geschichte ist simpel und doch ganz klar, so dass sie auch meine nun fast dreijährige Tochter versteht. Am Anfang hatte sie sich noch vor den wilden großen Katzen im Buch gefürchtet, aber nun nach zwei bis dreimal Lesen ist die Angst verflogen. Nun zur Geschichte: Die kleine Hauskatze Simon kommt zu den großen Wildkatzen und behauptet eine Katze zu sein. Die großen Katzen finden eine Reihe von Gründen, warum Simon keine Katze sein kann. Simon erklärt den großen Katzen dann aber, dass alles, was sie sagen auch nicht auf jede von ihnen zutrifft. Daraufhin zählen die Großkatzen alle ihre Gemeinsamkeiten auf und kommen schließlich zu dem Schluss, dass auch Simon eine Katze sein müsse. Am Ende tun sie das, was Katzen am drittliebsten tun: Sie spielen zusammen. Und ganz am Ende rasten sie in einem riesigen Katzenknäuel (zweitliebste Katzentätigkeit: schlafen).


Das geniale an der Geschichte: Sie wird anhand von Katzen erzählt. Katzen sind das Lieblingshaustier Nr. 1. Fast jeder liebt sie. Also kann man auch die Geschichte nur mögen. Und auch die Moral, die dahinter steckt.


Ich denke wir können viel von den Katzen lernen. Anstatt uns auf unsere Einzigartikeiten, Andersartigkeiten und Besonderheiten zu konzentrieren, sollten wir ab und an ausnahmsweise daran denken, was wir Menschen alles gemeinsam haben. Auch wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen, in verschiedenen Ländern leben und auch sonst ganz unterschiedlich sind, so haben wir doch auch einiges gemeinsam: Wir sind Menschen. Wir leben auf diesem einen Planeten, auf den wir achten sollten. Wir haben ein Herz. Wir besitzen alle die Fähigkeit zu lieben.


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Hier findest du "Große Tatzen, kleine Tatzen" von Galia Bernstein.



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