• K. Werner

"Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet"

Anna Gavalda ist ein Fixstern am französischen Literaturhimmel. Hier am Prüfstand eine Sammlung von Erzählungen wie das Leben sie so schreibt - oder zumindest schreiben könnte ;-)

Anna Gavalda ist mittlerweile in aller Munde. Ihre Romane wurden bereits verfilmt (...wir erinnern uns an die grandiose Audrey Tatou in "Zusammen ist man weniger allein") und ihre Bücher haben Millionenauflagen.

Auch dieser Erzählband ist einfach nur charmant auf der einen Seite und macht auf der anderen Seite auch nachdenklich. Sie erzählen vom Flirt auf der Straße in Saint-Germain, einem Ehepaar, das nur noch nebeneinander herlebt statt miteinander, dem Leben und den Händen eines Musikers, dem Heimaturlaub eines Soldaten, einem Kerl, der es endlich wagt sein eigenes Leben zu leben, aber auch von einer Frau, die ein Kind erwartet, deren gute Hoffnung jedoch stirbt.


An meinem Lieblingsplatz in Rimini (keine Chance, dass ich verrate wo das ist, sonst hab ich ihn das nächste Mal nicht mehr für mich...hehe) hab ich diese wirklich hervorragenden Kurzgeschichten fast in einem durch gelesen. Zugegeben - nach der zweiten brauchte ich aufgrund ihrer Heftigkeit eine Zeit um mich wieder zu fangen. Kurzgeschichten sind dann gut, wenn man merkt, dass sie in einem selber umrühren. Das haben viele der Geschichten drauf! Die letzte Geschichte - der Epilog - ist zudem noch einmal ein sehr humorvolles Trostpflaster für die Tränen, die man für die Held*innen der anderen Geschichten innerlich vergossen hat. "Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet" von Anna Gavalda: Chapeau madame!

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