• K. Werner

Jean-Luc Bannalec: "Bretonische Verhältnisse"

Finistère - Das Ende der Welt liegt ganz im Westen Frankreichs. Dorthin zwangsversetzt ermittelt Kommissar Dupin in "Bretonische Verhältnisse" von Jean-Luc Bannalec. Wer hat den alten Hotelier ermordert und warum?

Kommissar Dupin wurde nach einem nicht näher definierten Vorfall in Paris nach Concarneau in die Bretagne zwangsversetzt - ins "Finistère", das Ende der Welt. Richtig böse darüber oder verzweifelt scheint der Kommissar darüber jedoch nicht zu sein. Selbst wenn er den seltsamen Mord an einem über 90 jährigen Hotelier klären muss trinkt er Unmengen an Café und isst genüsslich sein Entrecôte oder ein paar Meeresfrüchte.


"Bretonische Verhältnisse" kombiniert geschickt die Spannung einer Kriminalgeschichte mit Wissenswertem aus Geografie und Kunstgeschichte. Manchmal entfaltet der Krimi daher mehr die Stimmung eines Reiseführers und weckt die Sehnsucht in mir in die Bretagne zu reisen und vielleicht mit dem Rad oder zu Fuß die Küste und ihre Städte zu entdecken.


Der Krimi konnte die Spannung bis zum Schluss halten. In angenehmem Tempo werden Verdächtige verhört und die Tat rekonstruiert. Der Protagonist Dupin ist sympathisch. Ich kann es absolut nachempfinden, dass man einfach mal (oder öfter) ein paar Schritte gehen muss um seine Gedanken zu sortieren.


Mit "Bretonische Verhältnisse" ist Jean-Luc Bannalec ein Auftakt zu einer Krimireihe gelungen, die Lust auf Meer, unstetes Wetter, Flüsse, Täler und Wälder macht, die am Ende der Welt liegen. Es muss also nicht immer Paris sein.

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