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  • K. Werner

"Landverstand" - Timo Küntzle

In der breiten Öffentlichkeit werden Klimakrise, Gentechnik und Pflanzenschutz oft gefährlich verkürzt und eindimensional. Timo Küntzle versucht in seinem Buch populistischen Argumentationen auf den Grund zu gehen. Ob ihm das gelingt erfährst du im heutigen Beitrag.

Durch den Podcast des Mediums "Materie" wurde ich auf Timo Küntzles Buch "Landverstand" aufmerksam. Da ich mich beruflich stark mit Lebensmittelproduktion, Landwirtschaft und Tierschutz auseinandersetzen muss war es natürlich naheliegend, dass ich es lesen würde. Auch auf die Gefahr hin, mich meinen eigenen Vorurteilen bei einigen Themen stellen zu müssen.


Timo Küntzle schafft es mit einer einfachen Erzählung (Wir wollen auf einem kleinen Stück Land etwas anbauen) wie mit einem roten Faden gängige Mythen über die Landwirtschaft aufzurollen und sie geschickt zu hinterfragen. Zentral ist dabei natürlich auch die Frage nach dem Beitrag der Lebensmittelproduktion zur Klimakrise. Einfache Lösungen liefert er dabei nicht und das ist gut so. Egal ob es jetzt um Fleischproduktion oder um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geht Timo Küntzle arbeitet die Narrative differenziert auf stellt Argumente und vor allem Daten gegenüber und stellt so dem Populismus gekonnt etwas entgegen.


Für mich ein absoluter Gewinn bei allen Diskussionen, die ich im Bereich Landwirtschaft seit der Lektüre führe. Selbstverständlich: Differenziert zu kommunizieren ist schwieriger als populistische Phrasen zu dreschen. Auf lange Sicht ist es für die politische Diskussion über die Rahmenbedingungen von Lebensmittelproduktion aber gesünder auf die sachliche und differenzierte Kommunikation zu setzen. Danke daher an Timo Küntzle für dieses kleine Einmaleins der Lebensmittelrpoduktion in Form von "Landverstand"!


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